Extracto del acta de la Sesión del 18 de enero de 1911
de la Sociedad Psicoanalítica de Viena
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Vortragsabend: am 18. Januar 1911
[1] Anwesend: Adler, Federn, Freud, Furtmüller, Heller, Hitschmann, Jekels, Oppenheim, Rank, Reitler, Sadger, Steiner, Stekel, Tausk, Grüner F. und G., Sachs, Silberer, Wagner, Winterstein, Rosenstein.
[2] Vier Gäste.
[127.] PROTOKOLL
[Geschäftliches]
[3] Zum Obmannstellvertreter und Zweiten wissenschaftlichen Vorsitzenden wird neuerdings Dr. Stekel mit 17 Stimmen gewählt; zwei Stimmen lauten für Dr. Furtmüller, zwei Stimmzettel waren leer. Dr. Stekel nimmt die Wahl dankend an.
[4] Herr Dr. Leonide Drosnés in Odessa wird mit 21 Stimmen zum Mitglied gewählt.
[5] RANK macht den Vorschlag, die überflüssig gewordenen Exemplare der Protokolle den betreffenden Vortragenden zu überlassen, was von Dr. Adler befürwortet wird.
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Sesión del 18 de enero de 1911
[1] Presentes: Adler, Federn, Freud, Furtmüller, Heller, Hitschmann, Jekels, Oppenheim, Rank, Reitler, Sadger, Steiner, Stekel, Tausk, Grüner F. und G., Sachs, Silberer, Wagner, Winterstein, Rosenstein.
[2] Cuatro invitados.
PROTOCOLO [127]
[Formalidades]
[3] El Dr. Stekel es elegido como vicepresidente y segundo presidente científico con 17 votos; dos votos a favor del Dr. Furtmüller, dos boletas en blanco. El Dr. Stekel acepta la elección con agradecimiento.
[4] El señor Dr. Leonide Drosnés de Odessa es elegido miembro con 21 votos.
[5] RANK propone que los ejemplares sobrantes de las actas queden para los respectivos oradores, Adler apoya la propuesta.
Magisches und anderes
Vortrag[ender:] Herbert Silberer
[6] Nach einigen einleitenden Worten über die verschiedenen Aspekte der Magie bemerkt der Vortragende, daß man ganz allgemein sagen könnte, ein Magier sei der Mensch, der über Kräfte des Erkennens und Wirkens verfüge, die das Maß des Gewohnten übersteigen. Nun ist aber diese Bestimmung so weit von äußeren Umständen abhängig, daß z. B. dem Uneingeweihten als Magie erscheinen könne, was dem Wissenden als natürlich gelte. Und so könnte man glauben, daß zwischen dem Magier und dem gelehrten nur ein gradueller Unterschied wäre. Dies gilt jedoch nur für einen besonderen Zweig der Magie, die sogenannte natürliche Magie, aus der sich tatsächlich unsere moderne exakte Naturwissenschaft entwickelt hat. Es gibt aber noch andere Zweige der Magie, von denen uns interessiert, was aus ihnen geworden ist, ob nicht vielleicht die Fähigkeit einer gewissen psychischen Entwicklung mit ihnen verlorengegangen sei. Die Magie ist nämlich nicht bloß die Erkenntnis verborgenenr Naturgesetze, sondern eine Art Dynamisierung psychicher Kräfte.
[7] Damit sind wir vor zwei große, nach den Wirkungen unterschiedene Gruppen der Magie gestellt, je nachdem diese innerliche oder äußerliche sind. Zu den innerlichen gehören: die Zitationen, Beschwörungen, etc., die wir als optische, daktylische, akustische, halluzinatorische Täuschungen darstellen können und die zeigen, wieweit man durch Täuschungen verführt werden kann, scheinbar äußere Phänomene zu sehen und für wahr zu halten. ‒ Die äußeren richten sich entweder auf andere Lebewesen oder auf leblose Gegenstände, umfassen also das, was wir Telepathie, mentale Suggestion etc. heißen, und interessieren uns nur so weit, als sie in gewissen psychischen Vorgängen ihre Begründung finden.
[8] Redner zieht nun zum Verständnis der ersten Gruppe den von ihm in zwei Arbeiten (Jahrbuch Bd. I. und II.) entwickelten Gesichtspunkt des funktionalen Phänomens heran. Es sind das Phänomene, wo sich Bewußtseinsinhalte umsetzen in ein anschauliches Bild, in ein Symbol. Bei allen diesen Vorgängen sind zwei Gruppen möglich: 1. kann sich ein Inhalt, eine Vorstellung oder 2. kann sich die jeweilige Funktionsweise des Bewußtseins, sein Zustand umsetzen. Im ersten Falle wird man von materialen Phänomenen, im zweiten von funktionalen Phänomenen sprechen. Diese Symbolik beherrscht die Träume, die Tagträume, die Mythenbildung, da auch der Begriff der mythologischen Projektion nur ein Spezialfall des funktionales Phänomens sei.
Lo mágico y otros
Disert[ante:] Herbert Silberer
[6] Luego de algunas palabras introductorias sobre los diversos aspectos de la magia, el disertante comenta que, en un sentido muy general, podría decirse que mago es aquel que dispone de poderes de cognición y acción que exceden la medida habitual. El caso es que dicha determinación depende tanto de circunstancias externas, que, por ejemplo, a un inexperto puede parecerle magia lo que a alguien versado le parecerá natural. En consecuencia, podría creerse que, entre el mago y el erudito, solo hay una diferencia de grado. Esto es válido, pero solo para una rama particular de la magia, la denominada “magia natural”, a partir de la cual se ha desarrollado nuestra ciencia natural exacta moderna. Pero hay otras ramas de la magia, de las cuales nos interesa saber cuál ha sido su destino, si no será que con ellas se perdió la facultad de un determinado desarrollo psíquico. La magia no es solo el discernimiento de leyes naturales ocultas, sino un tipo de dinamización de poderes psíquicos.
[7] Con esto nos situamos frente a dos grandes grupos de magia, diferenciadas por sus efectos, según sean internos o externos. De efectos internos son las invocaciones, conjuras, etc., que podemos representar como ilusiones ópticas, dactílicas, acústicas y alucinatorias que muestran hasta qué punto pueden seducirnos las ilusiones y hacernos ver fenómenos aparentemente externos y considerarlos verdaderos. Las de efectos externos se dirigen a otros seres vivos o a objetos inanimados, es decir, comprenden aquello que llamamos “telepatía”, “sugestión mental”, etc., y nos interesan solo en la medida en que encuentran su fundamento en ciertos procesos psíquicos.
[8] Para hacer comprensible el primer grupo, el orador recurre al punto de vista del fenómeno funcional desarrollado por él en dos trabajos (Anuario, Vol. I y II). Se trata de fenómenos donde los contenidos conscientes transmutan a una imagen plástica, a un símbolo. En todos esos procesos, hay dos grupos posibles: 1) la transmutación de algún contenido, de alguna representación, o 2) la transmutación del respectivo modo de funcionamiento de la conciencia, es decir, de su estado. En el primer caso, hablaremos de fenómenos materiales y, en el segundo, de fenómenos funcionales. Este simbolismo comanda los sueños, las ensoñaciones diurnas y la formación de mitos, ya que el concepto de “proyección mitológica” es solo un caso especial del fenómeno funcional.
Ähnlich die Persönlichkeitsspaltungen, durch die ein anschauliches Bild zwischenden hin- und herwogenden Vorstellungsgruppen gewonnen wird und die sich, wie Jung gezeigt hat, auch pathologisch vertiefen und festsetzen können. Ähnliches sucht der Vortragende auch für die Teufelsgestalt zu erweisen.
[9] Mit der zweiten Gruppe nähern wir uns den objektiven Phänomenen. Redner bespricht nun ziemlich eingehend einen in Ostwalds Annalen der Naturphilosophie (Bd. IX, 1910) erschienenen Versuch zur Begründung einer wissenschaftlichen Experimentalmagie von Dr. L. Staudenmaier, einem Manne, der an seiner eigenen Person Halluzinationen und Personifikationen künstlich erzeugen könne, die sich unschwer als Wunscherfüllungen erkennen lassen.
[10] Von diesem Autor geht der Redner auf die Besprechung einer Arbeit von Camilla Lucerna über das Märchen von Goethe ein, wo ausgehend vom Begriff der Beziehungen, der im Typus seine Verkörperung finde, darauf hingewiesen wird, daß diese Vereinigung der Beziehungen mittels der Symbolik erreicht werde. Zum Unterschiede von der Allegorie, wo eine für das andre gesetzt werde, sei das Symbol der Knotenpunt einer Menge von Beziehungen, es bedeute alles. Am Schluß ihrer Arbeit weist Camilla Lucerna darauf hin ‒ und das führt zu den funktionalen Phänomenen zurück ‒, daß das Märchen nicht nur ein künstlerisch gestaltetes Werk sei, sondern auch den Selbstgestaltungsprozeß desselben darstelle: es entsteht nicht nur nach Gesetzen, sondern spricht diese Gesetze selbst auch in seiner Sprache aus. Es hat also eine Doppelfunktion. Und so gibt es [eine] Menge wirklicher Märchen, die nicht nur nach den Gesetzen des Traumes und der Verdrängung aufgebaut sind, sondern gerade diese Gesetze selbst zu ihrem Thema nehmen und behandeln.
Diskussion
[…]
[11] SILBERER möchte nur hervorheben, daß die Bezeichnung der einen Phänomenengruppe als materialer nicht besagen solle, es müsse sich dabei um ein Erinnerungsmaterial handeln, sondern nur, daß ein Gedankeninhalt darin symbolisch ausgedrückt werde. Zu leugnen sei nicht, daß die beiden Gruppen oft zusammenfallen; manchmal ist jedoch die eine besser ausgeprägt oder geradezu allein vorhanden.
Del mismo modo, las escisiones de personalidad mediante las cuales se obtiene una imagen plástica entre los grupos oscilantes de representaciones y que, como mostró Jung, también pueden profundizarse e implantarse patológicamente. El disertante busca demostrar algo similar para la figura del diablo.
[9] Con el segundo grupo, nos aproximamos a los fenómenos objetivos. El orador comenta con bastante detenimiento una publicación de los Anales de Filosofía Natural de Ostwald (Vol. IX, 1910) sobre el intento de fundación de una magia científica experimental por parte del Dr. L. Staudenmaier, un hombre que afirmaba poder generar artificialmente en su propia persona alucinaciones y personificaciones fácilmente discernibles como realizaciones de deseo.
[10] Luego de comentar este autor, el orador se detiene en el trabajo de Camilla Lucerna sobre el cuento de hadas de Goethe donde, partiendo del concepto de las relaciones, personificado en el tipo, se hace referencia a que esa unificación de las relaciones se obtiene mediante el simbolismo. A diferencia de la alegoría, donde una cosa está en lugar de otra, el símbolo es el punto nodal de una gran cantidad de relaciones, que lo significa todo. Al cierre de su trabajo, Camilla Lucerna señala ‒y esto nos remite a los fenómenos funcionales‒ que el cuento de hadas no solo es una obra artísticamente diseñada, sino que también representa el proceso de autodiseño de esta: no solo es creado según ciertas leyes, sino que también pronuncia en su idioma esas mismas leyes. Tiene, por lo tanto, una doble función. Y del mismo modo hay [una] cantidad de cuentos reales que no solo están edificados según las leyes del sueño y la represión, sino que también toman como tema y tratan esas mismas leyes.
Discusión
[…]
[11] SILBERER hace hincapié en que el hecho de designar como material a uno de los grupos de fenómenos no significa que en ellos deba tratarse de un material mnémico, sino solo que un contenido de pensamiento se expresa simbólicamente en él. Es innegable que ambos grupos suelen coincidir; no obstante, a veces uno de ellos está más pronunciado o directamente es el único presente.






